Soziale Netzwerke in den USA Top, in Deutschland Flop
Facebook wird einer Studie von iCrossing zufolge im August die Marke von einer Milliarde Mitglieder, d.h. jeder siebte Mensch der Weltbevölkerung, überschritten haben.
Vor wenigen Tagen hat ComScore in einem Blogeintrag bereits dargelegt, dass die Nutzung sozialer Netzwerke in den USA allgemein sehr stark wächst.
The U.S. social networking market has never been stronger, and the current dynamics suggest that while Facebook clearly remains the leader, there is room for some other players in the market to emerge and become successful in their own rights. We’ll be keeping an eye on how their audiences and engagement continue to grow as we head into 2012.
Vor allem interessant an der Auswertung ist, dass nicht nur Facebook, Google Plus und Twitter starke Zuwächse zu verzeichnen haben, sondern eben auch kleinere, neuere Angebote wie Pinterst und Tumblr.
Demgegenüber steht die Entwicklung der sozialen Netzwerke in Deutschland. Alle großen Netzwerke haben laut einer Studie von statista im Jahr 2011 in Deutschland stetig an Visits (und an Bedeutung) verloren. Nur Facebook konnte richtig zulegen.

Visits der deutschen Social Networks
Wie passt das zusammen? Wieso läuft in Deutschland alles auf ein Monopol von Facebook hinaus und warum blüht in den USA die Landschaft der sozialen Netzwerke? Meiner Meinung sprechen zwei Faktoren für diese diametrale Entwicklung.
Die Mentalität der Menschen in den USA ist eine andere. Soziale Netzwerke gehören zum Lifestyle. Das Mitteilungsbedürfnis ist hoch. Startups werden von Investoren begünstigt. Und die potentielle Zielgruppe in den USA ist mit über 311 Millionen Menschen per se sehr hoch. Diese Faktoren sind ein guter Nährboden für neue Online-Angebote. Demgegenüber sind in Deutschland diese Faktoren wenig bis gar nicht ausgeprägt. Darüber hinaus haben wir hierzulande einen Datenschutz, der es neuen Entwicklungen nicht gerade leicht macht.
Für die Zukunft würde ich mir wünschen, dass wir in Deutschland die Vielfalt der Netzwerke erhalten und fördern. Denn gerade die Andersartigkeit der Angebote macht das Netz doch erst so spannend.


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Also für mich sind weder Twitter noch Tumblr soziale Netzwerke, Pinterest werde ich mir nach Deinem Post neulich mal ansehen. Die deutsche Statistik dagegen nimmt nur echte Netzwerke. Wenn in Deutschland Xing zählt, wie ist denn der Vergleich von Facebook zu LinkedIn?
Insofern kann ich Deinem Artikel nicht zustimmmen, weil mir schlicht die Grundlage für die These fehlt, dass die USA vielfältiger wären.
Und nimmste mal bei den US-Zahlen nur den Vergleich von Facebook und Google Plus, dann ist in den USA die Entwicklung genau dieselbe wie hier: Facebook ist de facto konkurrenzlos und wächst überproportional.
Das sehe ich, nein das muss ich anders sehen. Twitter, Tumblr, Pinterest und Co sind für mich alles soziale Netzwerke. Der Fokus und der Schwerpunkt der Dienste ist immer ein anderer, aber die soziale Komponente, also die Vernetzung und der Austausch, spielt immer eine zentrale Rolle.
Ja, was fehlt ist Xing und Linkedin, da gebe ich dir recht. Und das Niveau ist sicherlich ein anderes. Aber, während in den Staaten alle sozialen Netzwerke – nach meinem Verständnis – zulegen konnten, sieht die Situation in Deutschland komplett anders aus.
Hmm, dann musst Du aber schreiben “deutsche Netzwerke” und nicht “Netzwerke in Deutschland”, denn die Zugriffszahlen auf Facebook, Twitter und Co. wachsen hier ja auch.
Twitter lasse ich noch gelten, aber Tumblr ist ja nur eine andere Form zu bloggen, wie früher blogger.com. Da steht doch meist der Gedanke der Vernetzung nicht im Vordergrund, oder?
Sonst wäre jetzt.de ja auch ein soziales Netzwerk.
Die Vernetzung steht bei Tumblr sicher nicht im Vordergrund, aber spielt doch eine sehr große Rolle. So wie bei Posterous auch. Zumindest merke ich das immer mehr bei meinen Tumblr-Blogs.